Restaurant und Klosterhotel St.Petersinsel, Erlach

Autofreies und ruhiges Reduit: Inselglück pur

Mittelland West: Bern | Fribourg
5
Aussenbereich
5
Ambiente
2 | 3
Preisklasse
4
kinderfreundlich

Adresse

Restaurant und Klosterhotel St.Petersinsel

3235 Erlach

Franziska Immer, Gastgeberin

Telefon: +41 32 338 11 14
welcome@st-petersinsel.ch
www.st-petersinsel.ch

Weitere Informationen

Ferien- und Seminarhotel, Gastronomie, Bankette

Saison / Öffnungszeiten

Mitte März bis Ende Oktober
täglich geöffnet

«Ich habe an so manchem reizenden Orte geweilt; nirgends aber fühlte ich mich so glücklich wie auf der St. Peters­­insel», schrieb der Genfer Schriftsteller und Philosoph Jean-Jacques Rousseau über seinen kurzen Aufenthalt auf dem Bielersee-Eiland, bevor er von der Berner Obrigkeit verjagt wurde. Heute wird niemand mehr vertrieben und man fühlt sich an diesem zauberhaften Ort wahrhaft glücklich, egal ob man nur für ein paar Stunden oder ein verlängertes Wochenende bleibt.

Die Beherbergung von Gästen hat auf der St. Petersinsel eine lange Tradition: Schon die Burgerschaft der Stadt Bern, welche die Insel 1530 übernahm, liess Gästezimmer in das ehemalige Kloster einbauen. Nach umfassenden Restaurierungs-/Umbauarbeiten wurde das Klosterhotel vor wenigen Jahren erneut den gestiegenen Bedürfnissen der Gäste angepasst. Die ICOMOS-Jury war vom Ergebnis beeindruckt und wählte das Haus zum «Historischen Hotel des Jahres 2010» mit der Begründung: «Erlebbarmachen von rund tausend Jahren europäischer Kultur- und Baugeschichte, die sich in Kombination mit der intakten Naturlandschaft und der gepflegten Gastronomie zu einem einzigartigen Erlebnis für alle Sinne verdichtet.» Die moderne Infrastruktur sei sorgfältig in die klösterliche Schlichtheit und die historische Vergangenheit eingepasst und korrespondiere von den Materialien wie von der Farbgebung her mit den auf der Insel dominierenden Themen Wasser, Erde und Vegetation.

In diesem Betrieb setzt man auf Qualität und den «Luxus des Einfachen». Seit 2012 wirken Silke Groh und Peter Sperner als engagierte Gastgeber im Klosterhotel. Die Küche ist auf regionale und mediterran beeinflusste Kulinarik spezialisiert. Eine wichtige Rolle spielen Fische aus dem Bielersee. Das Natura-Beef stammt vom Insel-Gutshof. Die kleine Weinkarte enthält auch die spritzigen Weissweine vom Rebberg direkt neben dem Hotel. Im lauschigen Innenhof und in den eleganten Gast­stuben wird à la carte serviert. Leckere Kleinigkeiten gibt es im Selfservice-Bistro. Auch Seminare und gediegene Feste sind auf der Insel möglich. Die charmanten Gästezimmer sind indivi­duell eingerichtet.

Die St. Petersinsel ist knapp fünf Kilometer lang und zwischen 180 und 750 m breit. Bei der ersten Juragewässer-Korrektion (1868–1873) wurde der Seepegel um zwei Meter gesenkt. Dabei entstand eine natürliche Landbrücke, der Heidenweg, der die Insel mit dem Festland verbindet. Heute gehört die Halb­insel zu den wichtigsten Touristen-Attraktionen in der Bielersee-Gegend. Magisch von der Insel angezogen fühlten sich die Menschen schon vor Urzeiten, wie prähistorische Funde zeigen. Später diente sie den Römern als Kultplatz. In der Merowingerzeit liessen sich einflussreiche Leute in steinernen Sarkophagen auf der Insel bestatten. 1107 vermachte der Burgunder-König Wilhelm III. die Insel der Abtei Cluny. 1127 wurde hier ein Kloster mit einer stattlichen Kirche erbaut. In dieser nach der Reformationszeit abgebrochenen Kirche soll der im gleichen Jahr in Payerne ermordete Sohn von Wilhelm begraben worden sein. Heute steht nur noch das Klostergebäude, in dem der unbequeme Zeitkritiker Jean-Jacques Rousseau 1765 während einiger Wochen Zuflucht fand. Eine Bronzebüste unweit des Seeufers erinnert an den Wegbereiter eines neuen Zeitalters.

 
 


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