Vielleicht ist es die mediterrane Athmosphäre. Oder sind es die über 700 Jahre alten Gebäude der Zisterzienserinnen, die diese Oase der Ruhe am Untersee zu einem ganz besonderen Kraftort machen? Näher am Wasser geht fast nicht. Jedenfalls kenne ich keinen Ort, der den Gast so direkt mit dem Wasser verbindet wie hier im Feldbach. Mitten in einem Park gelegen, bietet es sich für Individualgäste, Gesellschaften, Seminare und Tagungen gleichermassen an. Die historischen Plenarsäle mit den dazu im Kontrast stehenden modernen Räumlichkeiten regen den Geist an.
Im Jahre 1313 gelang es dem Abt Diethelm von Kastell, von Kaiser Heinrich VII für Steckkborn das Stadtrecht zu erlangen. Das geschlossene Stadtbild wurde aufgrund einer geplanten Bebauung erreicht. Wichtige alte Bauten stehen unter Denkmalschutz. Die Stadt ist im Bundesinventar der wertvollen Ortsbilder enthalten. Dass das nicht nur graue Theorie ist, beweisen die vielen Besucher, die Jahr für Jahr hierher kommen, um an der Historie zu schnuppern. Als 1848 das Zisterzienserinnenkloster Feldbach aufgehoben wurde, konnten die Gewerbebetriebe der klösterlichen Anlage neu genutzt werden. Es entstanden auch erste Industrieanlagen: So lancierte zum Beispiel Friedrich Gegauf die Produktion der ersten Nähmaschine der Welt (Hohlsaum). Daraus ist die Erfolgsgeschichte «Bernina» entstanden.
Saison ganzjährig geöffnet, Betriebsferien Weih- nachten / Neujahr, Januar
Sport / Freizeit / Erholung joggen, reiten, Golf, Bodenschach, hoteleigene Bikes, alle Wassersportarten, Sauna, Tennis, Vita-Parcours, fischen
Bei der kleinen Grundlagenforschung erfahren wir, dass das Feldbach bei der Entwicklung der Stadt und der Region miteingeschlossen war. Im Jahre 1252 überschrieb Kuno von Feldbach einer Schwesternvereinigung aus Konstanz die Burg mitsamt Feldern und Weinberg. Die einziehenden Schwestern lebten nach den strengen Regeln der Zisterzienserinnen. Ende des 18. Jahrhunderts beginnt der Niedergang: Die St. Nikolauskapelle wird abgebrochen, der Kanton hebt das Kloster auf. Die Stadt Steckborn kauft Land, Kirche und Klostergebäude. Im 20. Jahrhundert wird im Feldbach 50 Jahre lang Kunstseide produziert. Zeitweise finden über 1000 Menschen eine Beschäftigung.
Vor dreissig Jahren begann hier vor der Stadt ein neues Zeitalter. Ein Bootshafen für 270 Schiffe wurde gebaut, eine Sport- und Mehrzweckhalle eröffnet. Im Jahre 1986 kann das Hotel mit Gastronomie und Ausbildungszentrum feierlich eingeweihtwerden. Mitte der Neunziger Jahre wird die Anlage renoviert, ausgebaut und als See & Park Hotel Feldbach neu eröffnet.
Die Mussestunden können die Gäste im Feldbach auf vielfältige Art und Weise geniessen: Bei schönem Wetter bietet sich die Sonnenterrasse an. Im heimeligen Restaurant lässt sich gemütlich tafeln, diskutieren, lesen oder einfach nur sein. In der historischen Turmbar genehmigen sich einige einen Drink, die Cheminée-Lounge bietet sich für ein Tête-à-tête oder für ein erstes Date an. Etwas sentimental werden wohl die meisten, wenn das Abendrot am Horizont erlischt, der Mond den See silbrig erleuchtet und die Wellen dazu rhythmisch leise Musik machen.
Das See & Park Hotel Feldbach hat kulinarisch einiges zu bieten. Was liegt näher als Fisch? Neben zahlreichen Fischgerichten werden auch Fleischklassiker wie Kalbsleber, Cordonbleu und Rindsfilet serviert. Am Mittag gibt es preiswerte kleine Menüs, wie sie mittlerweile vielerorts im ganzen Land angeboten werden. Die Kulturwelt Feldbach können also auch jene besuchen, die nicht über das entsprechende Spesenbudget verfügen.
Wer am Abend lieber im Feldbach bleibt als nach Hause fährt, dem steht eines der 36 Balkon-Zimmer mit allem Komfort zur Verfügung. Und am Morgen wartet ja das lukullische Frühstücksbuffet.