Zu Füssen des atemberaubenden Rheinfalls steht das Schlössli Wörth. Seit Jahrhunderten kehren Besucher des Naturschauspiels hier ein. In den kommenden Jahren soll der Rheinfall für Touristen aufgewertet und attraktiver gemacht werden. Mehr als attraktiv präsentiert sich heute schon die mehrfach ausgezeichnete Küche von Daniel und Angelika Ciapponi. Touristen und Feinschmecker stören sich nicht im Schlössli Wörth. Während letztere sich behaglich in einem schönen Ambiente zum Essen niederlassen und ein Fest der Sinne erleben, haben Besucher des Rheinfalls die Möglichkeit, im Selbstbedienungs-Snack-Restaurant ebenfalls von der guten Küche zu profitieren und sich günstiger zu verpflegen. Das Panorama wird auch hier als Zugabe gratis geliefert.
Als Folge eines globalen Temperaturrückgangs dehnten sich vor rund 500 000 Jahren die Gletscher bis ins Mittelland aus und gestalteten die heutige Landschaft. Bis zu Beginn der Riss-Eiszeit vor 200 000 Jahren floss der Rhein von Schaffhausen in westlicher Richtung durch das Klettgau. Während der letzten Eiszeit wurde der Rhein in einem grossen Bogen gegen Süden abgedrängt und erreichte oberhalb des Falles sein heutiges Bett auf Kalkstein. Beim Übergang vom harten Kalk auf den leicht abtragbaren Schotter entstand vor 15 000 Jahren der Rheinfall. Die noch vorhandenen Felsen im Rheinfall sind Überreste der ursprünglich steil abfallenden Kalksteinflanke.
Beeindruckend: Breite des Rheinfalls 150 m, Höhe 23 m, Abflussmenge Sommer ca. 600 000 Liter pro Sekunde, Winter ca. 250 000 Liter. Vor 25 Jahren sind der Rheinfall und seine Umgebung ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen worden.
Saison ganzjährig offen, von April bis Oktober täglich, von Oktober bis März ist am Mittwoch Ruhetag
Die einmalig schön gelegene Burg «Wörth» aus dem 12. Jahrhundert war während Jahrhunderten Sitz von Zoll und Fischpacht. 1836 wollte man die Burg zur Förderung des wachsenden Tourismus in eine Gaststätte umwandeln, was dann schon ein Jahr später mit der Eröffnung des «Caffé- und Speiserestaurants Schlösschen Wörth» geschah. Den Umbau auf drei Stockwerken musste die Besitzerin, das Kloster Allerheiligen, berappen. Seit 2001 lässt sich der fünffache Familienvater Ciapponi von dieser grossartigen Szenerie inspirieren. Ciapponi ist kein Quereinsteiger: an der Hotelfachschule Lausanne und in vielen renommierten Betrieben hat er sich das Rüstzeug für diesen schönen Beruf geholt. Daniel Ciapponi und seine Familie sind als Team mit Leib und Seele Gastgeber.
Natürlich sind auf der Karte die Fische stark vertreten. Neben Bio-Lachs, Egli und Zander gibt es auch verschiedene Gerichte mit Köstlichkeiten aus dem Meer. Die Fleischgerichte sind uns vertraut und als Klassiker zu bezeichnen. Allerdings sind Saucen und Beilagen nicht «gewöhnlich». So wird zum Beispiel das Bio-Rindsfilet vom Thurgauer Schrofenhof an einer Feigen-Essig-Sauce serviert, begleitet von Süsskartoffelpüree und Herbstgemüse vom Markt. Die Karte mit «geraden» Preisen macht so richtig Lust auf gutes und gesundes Essen.