Dem Pächter der Waid wurde von der Stadt das ehemalige Jägerhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bewirtschaftung angeboten. Dieser sagte zu und entschloss sich, in Zukunft hier Cucina Ticinese anzubieten. Was vielleicht auf der Waid etwas exotisch anmuten mag, hat handfeste Gründe: Thomas Hofstetter war seit seiner Kindheit mit dem Tessin, vor allem mit dem Maggiatal, eng verbunden. Nun fand er mit dem Jägerhaus das geeignete Lokal, um etwas Tessiner Flair in die Stadt zu bringen. Ein Cheminée im Restaurant und eine rebenumrankte Pergola mit Steintischen und Bänken schienen dem kreativen Gastronom gute Voraussetzungen dazu zu sein. Die Tessiner Oase, mitten im Wald, bleibt sich beim gastronomischen Konzept zu 100 Prozent treu. Hier tönt nicht nur alles südschweizerisch, nein es ist es auch.
Die Geschichte des Jägerhauses hört sich ähnlich an wie die der Waid (siehe vorhergehende Seiten). Der bisherige Wirt Roland Thalmann gab die Pacht nach 8 Jahren an die Stadt zurück. Thomas Hofstetter und seine Gattin Susanne (im Tessin Grotto «Padrona» genannt) wollten das Konzept mit klassischen Zürcher Gerichten nicht weiterführen. Mit der Tessiner Küche schlagen sie kulinarisch eine völlig andere Richtung ein.
Wie die Zukunft des Gastrobetriebes längerfristig aussieht, ist im Moment noch offen. In den nächsten zwei Jahren gibt es aber definitiv Tessiner Küche. Dann wird der Stadtrat zu entscheiden haben, welche Funktion das Jägerhaus im Zürcher Naherholungsgebiet zu erfüllen hat. Dem Pächterpaar drücke ich beide Daumen, dass zu gegebener Zeit die notwendigen Renovationen in Angriff genommen werden, auf dass das Tessiner Gastspiel kein jähes Ende finde.
Saison ganzjährig geöffnet, Montag und Dienstag Ruhetage
Die Speisekarte versetzt den Gast mit einem Schlag in den geliebten Ticino. Kaum ein typisches klassisches Gericht fehlt. Spezialitäten wie Osso bucco ticinese, Brasato di Manzo, Vitello Cordon bleu del Ticino, Burger del grotto ticiniese … Das A-la-carte-Angebot ist ein Eldorado für Freunde der italienischen Küche. Und am Sonntag gibt es den legendären Sonntagsbrunch «Buffet ticinese».
Die Köstlichkeiten kann der Gast im «Camino» (Cheminéeraum), im «Canneto» mit der Schilfdecke oder in der kleinen «Piazza» beim Empfang geniessen. Lust auf das Essen im Garten machen die grosszügige «Pergola» und das «Giardino».